Lebensberatung

Man kann es auch psychotherapeutische Beratung, Gesprächspsychotherapie oder auch schlichtweg Beratung bzw. Hilfe in besonderen, aber auch sog. „normalen“ Lebenssituationen nennen.

Es handelt es sich um Hilfe die alle Alterstufen betreffen kann, denn sowohl in der Jugend als auch im Alter treten Situationen an uns heran die oft einer besonderen Aufmerksamkeit und auch Hilfe bedürfen, in denen es sich um eine „Bestandsaufnahme“ und unter Umständen auch um eine Neuorientierung handelt. Oft zeigt es sich in einer inneren Unruhe oder auch Unzufriedenheit mit dem Weg der bisher gegangen wurde.
In diesen Augenblicken treten Zweifel und ein inneres Fragen auf: „gehe ich meinen Weg oder werde ich diesen Weg gegangen“, d.h. zwingt mich die Moral, die Religion, die Familie oder die Umwelt mich ganz ihren Konzepten unterzuordnen. Es geht nicht und kann nicht darum gehen hier Anweisungen zu erhalten nach denen gehandelt und gelebt werden soll, denn jeder Mensch ist sich selbst verantwortlich und hat selbst alles Rüstzeug um seinen Weg zu gehen.
Bei dieser zeitlichen Lebensbegleitung gilt es sensibel zu werden für die eigenen inneren Vorgänge und Abläufe.
Die religiöse Einstellung eines jeden Menschen wird respektiert und berücksichtigt, so geht es nicht darum einem Menschen irgendein Glaubensbild zu vermitteln, denn das muss er selbst finden und leben und das kann und soll er in aller Freiheit. Es geht aber auch darum bisherige Konzepte und Konditionierungen zu hinterfragen, die sich in den Bemerkungen finden: das macht „man“ oder macht „man“ nicht, das glaubt „man“ oder glaubt „man“ nicht, so denkt „man“ oder so kann „man“ nicht denken usw. usw..
Natürlich gehört eine große Portion Mut und Zweifel dazu die Unsicherheit zu ertragen, die entstehen kann wenn man zu sich selbst steht und einem Menschen Vertrauen schenkt, welcher sich bemüht in Akzeptanz, Empathie und Verstehen der Begleiter zu sein. Jedoch erfährt der Mensch der diese Kriterien überwindet, hinterher größere innere Zufriedenheit, Bestätigung und Freiheit im Alltag. Es kann und darf aber nicht so verstanden werden, dass hier einem maßlosen Egoismus das Wort geredet wird, ganz im Gegenteil, wenn das Ego nicht mehr alle Kräfte an sich bindet, werden Kräfte frei, welche der Umwelt und den Mitmenschen zugute kommen, da man sich nicht mehr immer nur um sich selber dreht. Nicht „ich - ich“ heißt es dann, sondern „wir“, dann werden aus den Menschen meine Mitmenschen, aus der Umwelt meine Umwelt. Doch ist es oft ein langer Weg und kein leichter.
Diesen Weg eine zeitlang gemeinsam mit dem Therapeuten zu gehen, der sich nur als „Geburtshelfer“ versteht, lohnt sich wenn am Ende eine Persönlichkeit heranreift die irgendwann sagen kann: „ich bin meinen Weg gegangen und habe mein Leben gelebt in Übereinstimmung mit mir und dem Göttlichen“.

So versteht der Therapeut seinen Auftrag und Aufgabe.